Hier in meinem Blog möchte ich Euch einiges erzählen.

Über "Dies und Das"

Geschichten des Alltags, Erlebnisse in der Natur, Träume von meinem Lieblingsland, Geschichten aus der PhotoImpact- Schule und vieles mehr. Lasst Euch überraschen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und freue mich auf Eure Kommentare. *Angelika*



Freitag, 18. April 2014

Unser Besuch im Tagebau Garzweiler 2




Hallo meine Lieben
 heute zeige ich euch die Eindrücke von unserem Ausflug.
Sehr lehrreich und interessant wars.
Hier kann man die Fahrten buchen
Alle Fotos habe ich aus dem fahrenden Bus durch die Glasscheibe gemacht.
Bin selber erstaunt wie gut sie dafür geworden sind.
Fotos werden größer beim Anklicken.

Getroffen haben wir uns am Infocenter des Kraftwerkes Frimmersdorf.
 Dort einiges wissenwertes erfahren und dann ging mit einem Geländebus los.
Hier könnt ihr euch Filme von RWE ansehen


Kraftwerk Frimmersdorf



Eine Schaufel des Baggers



Das gesamte Tagebaugebiet in NRW
gelbe Flächen werden rekultiviertes Ackerland
grüne Flächen Forstwirtschaft
rote Flächen neue Umsiedlungsorte
braune Flächen Orte die abgebaggert werden.
Die Autobahn wird in einigen Jahren umgelegt, wo sie hinkommt,
habe ich mit der gestrichelten Linie markiert.


Hatte euch ja geschrieben, das Holzweiler nicht umgesiedelt wird
 und die Menschen wohnen bleiben dürfen.
Aber seht euch das mal auf der Karte an, wie soll das gehen?
Für diesen Teil ist kein Abraum mehr vorhanden und rings um Holzweiler
wird alles weggebaggert und es entsteht der größte Binnensee Deutschlands 
und Holzweiler mittendrin. Der Ort wäre dann nur per Schiff zu erreichen.


Seht euch mal den Vergleich an.
Garzweiler 1 war eine Mischung von 2,9 zu 1.
Garzweiler 2 hat eine Mischung von 5 zu 1
5 Tonnen Erde muss bewegt werden und 1 Tonne Braunkohle zu gewinnen.
Wahnsinn oder?



Mit diesem Geländebus sind wir in den Tagebau rein gefahren.
Anschallen war Pflicht.


In dem Gebiet gibt es ein Schienennetz von über 200 km, damit wird die Braunkohle 
in die Kraftwerke der Umgebung gefahren. Hier werden die einzelnen Wagongs beladen. 


Eine eigene Berufsfeuerwehr gibt es auch. Wie uns gesagt wurde,
ist Sicherheit oberstes Gesetz und die Feuerwehr sehr selten im Einsatz.


Eine gigantische Logistik ist erforderlich um die Kohle aus dem Loch
zu transportieren. Hier wird sie gereinigt und für den Transport vorbereitet. 
Gleichzeitig wird der Abraum über Fließbänder einmal rund um das ganze Gelände
 transportiert und auf der anderen Seite wieder rekultiviert.
 96 km Fließband ist dafür  erforderlich.



Hier seht ihr die Fließbänder im Einsatz, vorne die Kohle, dahinter der Abraum.
Unendlich viele Kilometer Wasserleitung laufen an den Fließbändern entlang,
damit versucht man die Feinstaubbelastung in den Griff zu kriegen.



Hier wird die Kohle zwischengelagert, bis zum Transport.





Deutlich sind die Wasserstrahlen zu erkennen, die Kohle fällt von den Fließbändern
auf die Halden.


Im Vordergrund kann man die beladenen Fließbäder deutlich erkennen, 
die Kohle ist von Abraum befreit und wird zu den Verladestationen der Züge 
tranportiert.


Die Anlage, die die Kohle vom Abraum trennt



Im Hintergrund seht ihr rekultivierte Forstwirtschaft.


Die einzelnen Schichten der Erde, auch hier wieder Wassersprenger im Einsatz.



Das helle im Hintergrund wird die neue Trasse der Autobahn


Einer der kleineren Bagger, der wird gerade repariert, schaut euch die LWS´s daneben an, 
wie Spielzeugfahrzeuge sehen sie aus.
Die Bagger bestehen aus Stahl und Elektronik.
Der Stahl kommt von Krupp, die Elektronik von Siemens.
4 Arbeiter sind nötig um dieses gigantische Ding zu bedienen.



Hier erkennt man schon die neue Trasse der Autobahn.


Diese Bänder transportieren an Abraum auf die andere Seite, 
die wieder rekultiviert werden soll.



Im Hintergrund der Qualm der Kraftwerke,


Rekultivierte Forstwirtschaft, wird wohl in ca 30 Jahren Nutzholz sein.


Dies ist die Seite, wo die Kohle schon abgebaggert ist, die wird mit dem Abraum wieder
rekultiviert und nutzbar gemacht. 400 Meter Fortschritt im Jahr, schaffen die Bagger.


Die Natur hat sich einen Teil schon zurück erobert, das ist wild gewachsen.


Hier die linke Seite die abgebaggert wird.


und wieder das Gegenüber, wo der Abraum zur Rekultivierung  hinkommt.


Wir haben uns direkt hinter den Führer gesetzt und wenn er mal still war,
 habe ich ihn mit Fragen gelöchert.
Die Abrissarbeiten der Ortschaften macht RWE nicht selber sondern Sup-Unternehmer.
Das Umlegen der Autobahn ist Bundessache, heißt im Klartext, der Bund und somit der
Steuerzahler zahlt das.
Ich habe ihn auch gefragt, ob er nicht der Meinung sei,
 das diese ganzen Investitionen besser in
 erneuerbare Energien und neue Leitungen zur Speicherung 
des nicht benötigten Stroms, angelegt würden, seine Meinung, wir brauchen die Kohle, 
was soll er auch sonst sagen.

Gestern Abend in der Lokalzeit was wieder ein Bericht, ein Landwirt aus Lützerath,
baut Spinat an, er soll dann, wenn der Ort abgebaggert wird, eine neue Fläche 
rekutiviertes Ackerland bekommen. Doch darauf lässt sich kein Spinat anpflanzen.
somit ist seine Existens in Gefahr und altes Land hat RWE nicht.
Hier noch mehr Bilder

Hab noch was erfahren, RWE zahlt dem Bistum Aachen viel Geld
für die Kirchen, die angerissen werden, das Bistum entscheidet
ob die Umsiedlungsorte eine neue Kirche bekommen.
Neu-Immerath bekommt eine Begegnungsstätte und zur Kirche
müssen sie nach Kückhoven. 
Doch die Kirche ist jetzt schon überfüllt, wenn wir sie besuchen.
Auch die Grundschüler müssen die Grundschule in Kückhoven besuchen.

~~~

Das war unser Ausflug meine Lieben,
hat er euch gefallen? Wir fanden ihn spannend und sehr informativ.

    ~~~

Wünsche Euch einen schönen Tag
♥ liche Grüße
Angelika


Kommentare:

  1. Liebe Angelika, das war sehr informativ - ich hbe gar nicht gedacht, dass es dort Besichtigungen gibt

    lg und schöne Feiertage
    wünscht gabi

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  2. Liebe Angelika,
    vielen Dank für die beeindruckenden Bilder und den informativen Bericht dazu! Ich kenne das ganze bisher nur aus der Luft, als ich zu meinem 50.sten Geburtstag mit dem Heißluftballon drüber gefahren bin ;O)
    Ich wünsch Dir und Deinen Lieben wunderschöne Ostertage !
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  3. Liebe Angelika, herzlichen Dank für die super tollen Bilder und die interessanten Berichte dazu.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag, Bea

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  4. Ich wusste gar nicht, daß man das besichtigen kann. Da gibt es natürlich viele schöne Technik Motive zu fotografieren. Meine Meinung zu diesem völlig überflüssigen Wahnsinn kennst du ja sicher.

    Eine tolle Doku ist dir jedenfalls gelungen, liebe Angelika. Das gibt ein ganz fettes g+!

    LG und schöne Ostertage für dich und die deinen
    Hans

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  5. Hoch interessant dein informativer Bericht. Da fragt man sich wirklich, brauchen wir diese Art der Energiegewinnung, oder wären diese riesigen Investitionssummen nicht besser in der erneuerbaren Energie angelegt ? Aber da sind eben andere Interessen dahinter.
    Das ganze ist sicher interessant anzuschauen.......
    Schönen Gruß,
    Luis

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  6. Dein Ausflug hat mir nicht gefallen, was ist denn das für eine trostlose Landschaft die nach dem Abbau zurück bleibt? Da bin ich beinahe sprachlos, wie man so etwas machen kann? Beeindruckend sind diese riesigen Maschinen...und sehr informativ dein Post über diesen Tagebau!
    LG Heidi

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  7. Hallo ihr Lieben, diese Frage, ob wir die Braunkohle brauchen, stelle ich mir seit Jahren.
    Da die Kinder Energiegewinnung nach den Ferien durchnehmen, was das sehr interessant und lehrreich. Diese Logistik und die Kosten unbegreiflich.

    Einen schönen Abend und liebe Grüße
    Angelika

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  8. Hallo Angelika,
    ich bin tief beeindruckt. Hätte mich sicherlich aus sehr interessiert. War sicherlich hilfreich, einen Gesamtüberblick zu bekommen, damit man sich ein objektives Urteil machen kann. Ich bin zwar gegen die Umsiedlung von Ortschaften und gegen die massiven Eingriffe in den Wasserhaushalt, aber irgendwi muss der Strom ja herkommen. Ganz ohne Braunkohletagebau dürfte es schätzungsweise nicht gehen.

    Gruß Dieter

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    1. Hallo Dieter, ich bin auch gegen die Umsiedlungen, von der Absenkung des Grundwassers mal ganz zu schweigen, das ist einige Meter zurück gegeangen.
      Wäre schön, wenn wir ohne die Braunkohle auskämen, aber alle sagen noch nicht.

      Einen schönen Abend und liebe Grüße
      Angelika

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  9. Hallo Angelika,

    danke für die Bilder und den sehr informativen Bericht. Aus meiner Zeit im Rheinland kenne ich den Tagebau, trotzdem habe ich hier bei Dir neue Informationen darüber erhalten. Mit der Braunkohle werden wir vermutlich noch einige Jahrzehnte leben müssen, und so lange werden leider immer wieder Ortschaften umgesiedelt. Leider ist das so.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und frohe Ostern.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

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    1. Guten Morgen Nachtfalke, ja leider ist es so, wir müssen mit dem Tagebau leben und das noch viele Jahrzehnte.

      Wünsche euch auch ein schöne Osterfest.
      Liebe Grüße
      Angelika

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  10. Ich finde den Bericht und die Fotos auch sehr informativ. Echt toll gelungen sind sie dir, und klasse auch dass du den Fahrer so gelöchtert hast. Mit Holzweiler ist echt dein Ding, aber vielleicht ist genau das ja Absicht, mit Nein verkaufen wollen und dann muss es dennoch geschehen.

    Ich denke auch mal kann viel mehr mit erneuerbaren Energien erreichen, sie müssen nur jetzt schon umgesetzt werden. Ist ja genauso wie mit einem weniger Spirt verbrauchendem Auto...auch da wird es viel mehr Pläne in den Schubladen geben, aber die Herrschaften wollen ja verdienen.

    Der Raubbau der betrieben wird kann nicht gesund sein bzw. ist es nicht, und Mutter Erde wehrt sich dessen schon heftig. Irgendwann kommt der große Knall.

    Liebe Grüssle

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    1. Danke für dein Lob liebe Nova. Das sind alles Sachen, die ich nicht vestehen will und muß, denn ich bin der Meinung, würden diese Kosten in erneuerbare Energien gesteckt, brauchten wir den Tagbau nicht mehr. Die Meschen würden ihre Heimal behalten und die Feinstaubbelastung wäre gegessen. Mutter Natur wird sich irgendwann wehren, dann ist es zu spät.

      Einen schönen Samstag und liebe Grüße
      Angelika

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