Hier in meinem Blog möchte ich Euch einiges erzählen.

Über "Dies und Das"

Geschichten des Alltags, Erlebnisse in der Natur, Träume von meinem Lieblingsland, Geschichten aus der PhotoImpact- Schule und vieles mehr. Lasst Euch überraschen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und freue mich auf Eure Kommentare. *Angelika*



Montag, 23. Februar 2015

Zweiklassenmedizin......oder?




Wie ich euch ja geschrieben habe, liegt mein Mann zur Zeit im Krankenhaus.
Er ist operiert worden und lag auch 48 Stunden in intensiv.
Danach auf der normalen Station.
Aber von Pflege habe ich noch keine Spur entdeckt.
Selbst frisch operierten Patienten wird nicht geholfen, das sie sich waschen können,
oder mal die Wäsche wechseln.
Das ist doch nicht normal.ODER?

Mein Mann ist gestürzt und hat die Augenbraue eingerissen und ein dickes Auge.
Ich fahre nun zusätzlich jeden morgen ins Krankenhaus und helfe bei der Körperpflege.
Danach ist er so geschwächt, das er kaum bis ins Bett schafft.

Frage mich ob das nun Realität ist, oder eine Ausnahme.
Habe mal in den Bewertungen geguckt. Sehr viele Patienten schreiben negativ.

Ist das nun die neue Zweiklassenmedizin?
Zumal mir heute Morgen gesagt worden ist,
unsere Privatstation ist dafür aber wunderschön ausgestattet.

Bin schon wieder unterwegs.
liebe Grüße
Angelika

Kommentare:

  1. oh ha.... wer mehr zahlt bekommt auch mehr - leider scheint das mehr und mehr Realität zu werden. aber nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil bei den Normalsterblichen so sehr am Pflegepersonal gespart wird, dass sie es einfach nicht schaffen

    ich wünsche dir und deinem Mann alles gute

    gabi

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  2. Liebe Angelika,
    ja, das habe ich auch ganz oft so erlebt. Meine Eltern waren in letzter Zeit ja sehr häufig im Krankenhaus. Du weißt, mein Papa (90 Jahre) ist sehr dement und immer recht durcheinander, wenn er aus der gewohnten Umgebung gerissen wird. Deshalb versuchen meine Schwester und ich immer viel Zeit bei ihm zu verbringen, aber den ganzen Tag können wir nicht abdecken. Mein Papa hat nur einen Arm und der gesunde Arm war immer wieder auch an einen Infusionsständer angeschlossen, also konnte er das Bett nicht verlassen. Mit der Bettflasche kam er alleine nicht zurecht. Kannst dir ja sicher vorstellen, dass es Probleme gab in der Zeit wenn wir nicht dabei waren. Das war dann ein Grund fürs Krankenhaus ihn zu entlassen. Untersuchungen, die vorher so dringend dargestellt worden sind und sie unsere Unterschrift dafür eingefordert haben wurden dann abgesagt und er wurde einfach so entlassen. Im Arztbrief stand dann: Der Patient hat nicht kooperiert. Ich war so erschüttert, als ich das erlebt habe. Er hat seinen Arm im Krieg (mit 20 Jahren) eingebüßt, hat trotzdem sein Leben lang schwer gearbeitet und seine Familie ganz alleine versorgt. Und nun da er auf Hilfe angewiesen ist wird er einfach abgeschoben. Viele (nicht alle!) Schwestern bemühen sich sehr, aber ihnen fehlt einfach die Zeit sich richtig um die Patienten zu kümmern. Bei einigen mangelt es auch sehr an Respekt. So wurde mein Vater bei einer anderen Gelegenheit während der Besuchszeit (eine Menge Menschen im Dreibettzimmer) einfach ausgezogen und im Zimmer auf den Toilettenstuhl gesetzt, ohne das darum gebeten wurde das die Besucher mal kurz den Raum verlassen. Den anwesenden Damen war das so peinlich, die sind dann schnell gegangen.
    Ich wünsche dir viel Kraft all das durchzustehen und deinem Mann baldige Genesung!

    Ganz ♥-lich grüßt
    Uschi

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  3. Hallo Angelika.

    Viel Glück für Ihren Ehemann, und natürlich auch für Sie.
    Pflege zunehmend erodiert.
    Auch hier in den Niederlanden.
    Schade, sehr schade.

    Stärke mit allem.

    Groettie von Patricia

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  4. Liebe Angelika,
    das ist ja wirklich der Hammer! Sowas darf nicht sein!
    Ich wünsche Deinem Mann schnelle Genesung, damit Du ihn wieder daheim haben kannst! So in dieser Art hab ich es - zum Glück - noch nicht erlebt ....
    Ich wünsche Dir noch einen gemütlichen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  5. Liebe Angelika
    ich bin ganz entsetzt was da passiert!
    Jetzt musst du das übernehmen wo für die Geld eigentlich bekommen und wir in der Krankenkasse ein bezahlen. Pass auf dich gut auf und pflege ihn gut dass er gut heim kommt wünsche dir viel Kraft und deinen Mann gute Genesung!
    Lieben Gruss Elke

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  6. Liebe angelika,
    leider ist das keine Ausnahme. Wenn die angehörigen nicht eingreifen, bleiben selbst
    frisch operierte Patienten hilflos liegen. So ist es nicht nur im Krankenhaus, so ist es leider auch in den Pflegeheimen.
    Ich wünsche dir viel Kraft bei der Pflege. Aber es lohnt sich.
    Einen schönen Wochenanfang wünscht
    Irmi

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  7. Ja liebe Angelika , leider ist das so . Auch in der Medizin regiert das Geld . Ich bin auch nur Kassenpatient , Krankenhaus brauchte ich ( außer bei den Entbindungen und das ist lange her ) noch nicht und Ärzte besuche ich auch nur wenn es gar nicht mehr geht ( da müsste ich eigentlich noch Geld erstattet bekommen ) .
    Deinem Mann weiterhin gute Besserung .
    Liebe Grüsse Heike

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  8. das habe ich gar nicht mitbekommen, dass dein Mann im Krankenhaus ist.
    Da will ich gerne noch viele gute Genesungswünsche durch den Bildschirm schicken.
    Ja - deine Erfahrungen sind für mich leider auch nicht neu. Meine Mutter war schon sehr oft im Krankenhaus - und lebt seit einigen Jahren in einem Pflegeheim ... da haben wir alle schon einiges erlebt und gelernt.
    Lasst euch nicht unterkriegen. Wichtig ist, dass dein Mann wieder gesund wird.

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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  9. Auch wenn ich schon einiges über solche Zustände gelesen habe, es direkt aus erster Hand zu lesen ist mehr als erschreckend und unglaublich. Da meint man das man in einem KH gut aufgehoben ist und dann sowas :-((( Es kann doch nicht sein dass man als frischer OP Patient keine Hilfe bekommt und mehr oder weniger vor sich "hinstinken" würde wenn es keine Hilfe von außen gäbe :-O Klar, für das Personal ist es auch nicht einfach wenn man so unterbesetzt ist, aber dann noch so einen "klugen" Spruch abzubekommen, echt heftig. Es können doch nicht alle Menschen sich noch Privat versichern um ihre notwendige Leistung zu erhalten, denn Hilfe beim waschen gehört doch eigentlich zur Grundleistung.

    Wirklich unglaublich, wo man früher immer so positiv von den deutschen Leistungen sprechen konnte....aber die Zeiten sind gewesen.

    Ich hoffe dass dein GöGa dann bald wieder so genesen ist dass er nach Hause kommen kann, denn bei dir wird es ihm wesentlich besser gehen und er vor allem wirklich gesund werden.

    *drückdich*

    Liebe Grüsse

    N☼va

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  10. Leider ist das Realität und bedauerlicherweise auch keine Ausnahme. Aus Hamburg habe ich von einem Bekannten Ähnliches gehört. In Pflegeheimen ist es noch schlimmer.

    Ich wünsche Deinem Mann gute Besserung und hoffe Du kannst ihn bald wieder nach Hause holen.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

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  11. ...entweder du bist Privatpatient oder du kennst jemanden in deren Reihen, dann geht alles ... traurig traurig!!.... zum Glück war ich nicht in so einer Situation und ich war in den letzten Jahren mehrfach im Krankenhaus(mehrfach auch operiert und brauchte denn Hilfe) ... gute Besserung an deinen Mann

    LG
    Silke

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  12. Angelika, was du hier schreibst, ist leider kein Einzelfall. Es ist inzwischen der Alltag in den Krankenhäusern. Überlastetes Pflegepersonal, das vorne und hinten nicht nachkommt, sich auch mit zu viel bürokratischem Kram aufhalten muss und nicht zuletzt auch dadurch die Zeit für die Pflege fehlt.
    Ich habe es bei meiner Mutter bei KH-Aufenthalten und auch im Pflegeheim erlebt.

    Ich wünsche euch gute Nerven und Durchhaltevermögen und deinem Mann eine ganz schnelle Genesung, damit er wieder nach Hause kann.

    Ganz liebe Grüße
    Christa

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