Seiten

Hier in meinem Blog möchte ich Euch einiges erzählen.

Über "Dies und Das"

Geschichten des Alltags, Erlebnisse in der Natur, Träume von meinem Lieblingsland, Geschichten aus der PhotoImpact- Schule und vieles mehr. Lasst Euch überraschen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und freue mich auf Eure Kommentare. *Angelika*



Mittwoch, 16. Januar 2019

Die Sonne zeigt sich....

….auch mal wieder.😊

Heut Vormittag hab ich sie entdeckt.


Hab schnell das Handy geschnappt und
 einige Fotos auf der Terrasse gemacht




Jetzt ist die Pracht schon vorbei,
und dicke graue Wolken ziehen.

Kann ja nur besser werden!
 Dieses einerlei Grau und Regen, muss auch nicht sein.


Macht euch einen schönen Tag mit diesem Blumengruß
Angelika



Montag, 14. Januar 2019

Geburtstagsgeschenk



Erst einmal möchte ich mich herzlich für alle Glückwünsche 
zu meinem 66. Geburtstag bedanken.
Habe mich sehr gefreut, wie viele liebe Grüße mich per Post, Telefon,  Mail,
WhatsApp und hier in der der Bloggerfamilie erreicht haben.😉

Habe mir selber ein Geschenk gemacht.
Für meine Kamera, die mir fast 15 Jahre treue Dienste erwiesen
und tolle Fotos gemacht hat, gibt´s kein Zubehör mehr, ist zu alt.
Es gibt auch keine Accus mehr, die konnte ich nicht mehr richtig laden.
Deshalb in verschiedenen Post auch Fotos mit Kamera und Handy.
 Schade!

Hab überlegt, eine neue Kamera,
 oder ein neues Handy mit besserer Kamera.

Hab mich für eine neue Kamera entschieden.


Klein handlich und hat gute Bewertungen.
Werde sie bei meinen nächsten Spaziergängen bei mir haben und die ersten Fotos machen.
Hätte gerne mal ein- zwei trockene Stunden, regnet momentan eigentlich immer,
nicht viel aber stetig.

Wünsche euch einen schönen Tag und lass liebe Grüße hier
Angelika



Samstag, 12. Januar 2019

Zitat im Bild



Nun ist das neue Jahr schon 12 Tage alt,
und genau vor 67 Jahren wurde ich geboren.

Es ist Samstag und wir schauen bei Nova vorbei, da gibt es
einiges zu entdecken.





Dieses Bild habe ich vor vielen Jahren in der PI-Schule gebastelt 
und zufällig wieder beim Stöbern entdeckt.

Wünsche euch ein schönes entspanntes Wochenende
herzliche Grüße
Angelika






Donnerstag, 10. Januar 2019

Kohle und Stahl, Erinnerungen

In den letzten Wochen und Monaten hab ich viel darüber gehört!
Fusion von Thyssen-Krupp mit Tata,
Ende der letzten Steinkohle Zeche. Da ging mir vieles aus der Kindheit
durch den Kopf. Darüber möchte ich euch berichten.

Habe ja nicht immer hier am Niederrhein gewohnt,
sondern bin ein Kind, geboren in Hagen, auf Kohle und Stahl.
Kohle und Stahl war der Motor des Ruhrgebiets.
Opa und Onkels arbeiteten entweder im Stahlwerk, oder auf Zeche.

Schlaegel und Eisen nach DIN 21800.svg Bergbau- und Stahlgeschichte von Hagen Schlaegel und Eisen nach DIN 21800.svg 

Schon 1828 wurde die erste Kohlenbahn von Friedrich Harkort gegründet.
So war sicher gestellt, das die Stahlindustrie immer mit Kohle versorgt wurde.
Durch die Wasserkraft, von Ruhr, Volme, Lenne und Ennepe, 
war Hagen schon vor dem 15. Jahrhundert besiedelt von Metall- Stahl-Textilindustrie.
Selbst die Solinger waren in Hagen Eilpe ansässig und haben dort ihre Klingen
geschmiedet, und für ihre Mitarbeiter Wohnungen erbaut.


Foto Klaus Ehlers, Wikimedia.org

Im Ruhrtal am Kaisberg in Hagen-Vorhalle befinden sich die ältesten Kohlenflöze
des Ruhrgebiets. Auch das westfälische Bergamt war in Hagen ansässig.
Schon im 16. Jahrhundert waren in Hagen die ersten Bergwerke in Betrieb.
Verschiedene andere Erze wurden ebenfalls unter Tage abgebaut.

Doch bedeutender als Kohle und Erze war die Stahlindustrie.
Der größte Arbeitgeber war die Hasper Hütte mit über 7000 Arbeitern.
Hagen zählte mit seinen Ansiedlungen der Stahl-und Eisenindustrie schon 1830
zu der führenden Stahlstadt im Ruhrgebiet. Dadurch wuchs die Anwohneranzahl von
10 000 auf über 100 000 im Jahr 1928.In der Blüte der Stahlindustrie 
waren über 200 000 Menschen ansässig.
Noch heute gehört Hagen mit ihren Bandstahlerzeugnissen zu den führenden Standorten Europas.
Der Klöckner Konzern zu dem auch die Hütte gehört, baute ein Stahlwerk in Bremen und 
1972-1982 wurde die Hütte abgewickelt und  von Klöckner nach Bremen verlegt.
Lok und verschiedene Schienenfahrzeuge kamen zur Selfkantbahn, 
die euch aus meinen Post bekannt ist.
Quelle: Wikipedia


Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, als kleines Kind haben wir im Stadtteil
Wehringhausen gewohnt. Opa war auf der Hütte, die war so groß und zog sich von
Wehringhausen bis nach Haspe.
Unten ein Foto vom Straßenbahn- Depot.

Auf diesem Gehweg habe ich laufen gelernt. Genau gegenüber haben wir gewohnt.
Meine Mutter mit Mann und meiner Schwester, so sagt man, im Vorderhaus
 und wir, meine Oma, Opa und ich im Hinterhaus mit Balkon und Blick auf dem Goldberg.
Hab mit Opa , als er in Wassenberg wohnte, mal darüber gesprochen, warum...
Meine Mutter wollte mich einfach nicht haben...

Eine Hauptverkehrsstraße, mit spielen war da nichts viel zu gefährlich.




Die Klöckner- Werke bauten 1955 für ihre Mitarbeiter in Hagen Haspe
 auf dem Mops eine Siedlung. 
Opa hat sich in die Liste eingetragen, erst sollte er keine Wohnung bekommen, 
da er keine Kinder hatte, das hat er schnell erklärt,
 und dann bekamen meine Großeltern und ich eine schöne Wohnung.
Opa ist der 2. Mann meiner Oma gewesen, den 1. kenn ich nicht, 
er ist nicht aus dem Krieg zurück gekommen. 
Also war das eine Situation für den Arbeitgeber wo er eine Entscheidung treffen musste.



Eine tolle Wohnung, mit modernem Bad, ende der 50ziger eine Errungenschaft und 3 Zimmer.
"In Wehringhausen gab es kein Bad, sondern eine Zinkwanne,
 die jede Woche rauf geholt wurde."
Ringsherum viel Fläche zum Spielen und hinter den Häusern für jede Familie
ein kleines Gartenstück. Ich habe da sehr gerne gewohnt und erinnere mich daran,
das ich überall spielen durfte.
Nachmittags nach dem Hausaufgaben kamen schon meine Freunde um mich abzuholen.




Fotos aus der Schatzkiste, Opa im Stahlwerk und Oma in der Wohnung.
Natürlich hatten wir einen Fernseher und Oma eine richtige elektrische Waschmaschine.
Ein Zeichen, das Opa immer viel Geld verdient haben muss.



Ich hatte einen tollen Schulweg, im Winter mit dem Schlitten,
musste die Büddinghardt runter gehen,
unten angekommen gab es Bahnschranken, für die Kohlenbahn,
 Güterverkehr und Personenverkehr.
Und wenn man Pech hatte, musste man schon eine Zeit warten,
bis die Schranken wieder geöffnet wurden, Anfangs noch von Hand, später elektrisch.
 Nach den Schranke ging ich links in die Heubingstraße und am Ende
 der Straße war meine Schule


Fotos: Bärwinkel Klaus, Wikimedia.org


An diesem Denkmal kam ich immer vorbei.
Das Bahnwärterhäuschen


Foto Klaus Ehlers, Wikimedia.org

 und das ist die Heubing Schule, dort bin ich zur Schule gegangen. 
Acht Jahre Volksschule, war damals so, und dann in die Lehre. 
Doch dafür haben wir ganz schön viel gelernt.


Fotos:c) Stadtarchiv Hagen, Facebook


Und hier habe ich schwimmen gelernt, bin sogar vom 7.5 Meter Brett gesprungen.
"Hasper Badeanstalt". Seit vielen Jahren abgerissen. 



Foto Klaus Ehlers, Wikimedia.org

Hier in der ev. Luther Kirche sind wir zum Gottesdienst gegangen. 
Diese Kirche befindet sich auch hinter den Schranken, 
aber geradeaus am Ende der Straße.


Mehr an Fotos könnt ihr in der Stadtgeschichte sehen.

Nun wieder zum Stahlwerk. Köckner- Werke und Stahlwerke Südwestfalen
waren natürlich der größten Arbeitgeber! Über 10 000 Mitarbeiter arbeiten in 3 Schichten.
Früh- Spät- und Nachtschicht. Egal an welchen Tagen, ob Weihnachten, oder Silvester, 
die Hochöfen durften nicht ausgehen.
 Somit waren die Männer mehr auf der Arbeit, als zu Hause.
Mich hat das nie gestört das Opa so wenig zu Hause war, ich hatte ja Oma, 
aber wie mag es für sie gewesen sein? Sie hat nie drüber gesprochen.

Und niemand war schneller,
als die Hausfrauen in Haspe, eine Sekunde zu spät,
 die Wäsche von der Leine genommen, durfte diese noch einmal gewaschen werden.
Es tutete ganz laut und der Hochofen wurde abgestochen, dann sah der Himmel aus, 
wie auf dem Bild unten.

Abstich des Hochofen "Hasper Gold"


Umweltverschmutzung hat keine Bedeutung.

Erinnere mich in den 70ziger Jahren, baute Klöckner ein neues Werk im Bremen.
Stahlwerker aus Hagen und Duisburg vereinigten sich und protestierten,
 zogen durch Hagen und auch über die Brücke der Solidarität in Duisburg,
genutzt hat es nichts, die Werke wurden später geschlossen.
Viele tausend Stahlarbeiter machten das in den 80iger Jahren ebenso.
Und 1972 war der letzte Abstich des Ofens. Im Link oben könnt ihr mehr Fotos sehen.
Viele Arbeiter waren ohne Lohn und Brot, das Werk wurde  bis 1982 abgewickelt.
 In späteren Jahren wurde das Hüttenwerk so wie das Werk Eckesey abgerissen.
Auch Duisburg Rheinhausen musst später dran glauben.
Möchte gerne mal hinfahren, im Frühjahr werde ich das auch tun.

Opa gehörte nicht zu den Arbeitern, die keinen Job mehr hatten, 
er bekam eine Abfindung und ging in den Vorruhestand.

Als ich 1967 in die Lehre kam, wollte meine Mutter, 
das ich zu ihr zog, hab ja da Geld verdient.
 Was ein Chaos und Theater, da waren mehrere Kinder, ein fremder Mann
 und meine Mutter für mich auch eine fremde Frau.
"Meine Kinder, deine Kinder, unsere Kinder."
Ich bin einfach weggelaufen zurück zur Oma. Ich kam in dieser Familie nicht klar, 
War ja ein von Oma verwöhntes Einzelkind, das ist mir erst bewusst geworden,
 als ich nach der Lehre eine eigene Wohnung hatte. 

 Meine Großeltern mussten natürlich die schöne Werkswohnung verlassen 
und sind in die Hagener Innenstadt gezogen.
Als ich in die Lehre kam, war meiner Oma der Tag zu langweilig, keiner da, 
sie war zu Hause, ich in der Lehre und Opa im Werk.
Oma kam auf die Idee und wollte arbeiten gehen. 
Das durfte aber eine Frau nicht ohne schriftliche Genehmigung des Mannes!
Zeiten waren das!

Sie hat sich aber durchgesetzt, und ist dann stundenweise im Lebensmittelgeschäft
arbeiten gegangen, natürlich ganz in der Nähe, wo meine Lehrstelle war.
So bekam ich jeden morgen mein frisches belegtes Brötchen zur Pause gebracht.
War ein "kleines zartes" Kind und Oma meinte immer, ich muss mehr essen.

Hab mich aber in der Lehre behauptet, obwohl ich die kleinste war.
Im 2. Lehrjahr habe ich eine 2. Ausbildung dabei gemacht.
Ein Mädchen wollte aber keiner ausbilden, doch mein Arbeitgeber kannte 
mich und meinen Ehrgeiz und gab mir die Chance in die Männerdomäne einzusteigen.
Ich hab gekämpft und mich behauptet zwischen allen männlichen Azubis.
So schloss ich 1970 beide Ausbildungen, Einzelhandelskauffrau und Raumausstatterin
 mit Brief und Ehrenurkunde der Kammer ab.
 Als erstes Mädchen in NRW und Oma war ganz stolz auf mich.

~~~~~~~~~~~~~

So meine Lieben, ist ja ein langer Bericht geworden von einer schönen Kindheit
im Hasper Gold.
Hoffe es war nicht zu viel.
Warum der Bericht nun verschiedene Schriften hat....
vielleicht weil ich mehrere Tagen geschrieben habe.

Macht euch einen schönen Tag und lasst es euch gut gehen.
liebe Grüße
Angelika






Dienstag, 8. Januar 2019

Glücksorte Wassenberg Teil 5



Heute zeige ich euch die letzten beiden Glücksorte in unserer Stadt.



Glücksort 9, die Rur bei Orsbeck, 
vom Kriegsschauplatz am Wasser, zum Glücksort.


Ein geschichtsträchtiger Ort, schon die Römer waren hier,
ein großer Kampf um die Stadt war 1206 mit 5000 Soldaten.





In diesem Jahr hat die Rur so wenig Wasser, kann mich nicht erinnern, 
schon mal so wenig Wasser erlebt zu haben. Das Wehr ist total abgesperrt.
Die Menschen sind wirklich der Meinung, dadurch das die Rur so wenig Wasser führt,
ist das Wehr nicht mehr gefährlich.


Mehrere römische Siedlungsstätten wurden bei Ausgrabungen und 
Ausschachtung des Rurbettes gefunden.

 Die Fähre befand sich viele Jahrhunderte an der Rurbrücke.
Auch die Römer bauten ihre Furt hier, zur Überquerung der Rur.


Lesenswert, ob tragisch oder lustig muss jeder für sich entscheiden.


Ich liebe Spaziergänge rund um die Rur und  den Rurauen,
das habe ich euch in vielen Post schon berichtet.


Hier, direkt am Tor zum Kirchhof stand auch das erste "Feuerwehrhaus",
damals hatte es den Namen "Brandspritzenhaus".


Diese erste Brandspritze von 1849
 kostete 246 Thaler, 15 Silbergroschen und 4 Pfennige.


Fotos sind teils mit der Kamera und teils mit dem Handy gemacht,
kann man auch sehen.



Glücksort 10, Grottenberg in Myhl, das Mysterium hinter der Kirche.

Habe mich auf den Weg nach Myhl gemacht,
ein Stadtteil zwischen Wassenberg und Gerderath.
Die Kirche habe ich euch schon einmal vorgestellt.


Wer gerne noch mal die schönen Fenster sehen möchte, kann das hier tun.

An der Seitenstraße gibt es ein Hinweisschild.





Eine Wegstrecke bei feuchtem Laub nicht so gut, hätte ich nicht mit gerechnet,
das es so steil bergauf ging. Doch der Weg hat sich gelohnt.



Oben angekommen befindet sich ein schöner Platz, mit Sitzgelegenheiten,
aufgeräumt und sauber. Der Platz war frisch gefegt. 
Na vielleicht weil Wochenende ist.




Und da ist sie die Grotte aus Gestein mit der Marienfigur.
Vor über hundert Jahren machte der Pfarrer eine Pilgerreise nach Lourdes,
und brachte die Marienfigur und einige Steine mit. 
1905 wurde dieser Platz eingeweiht.
Ein Platz um ein Gebet zu sprechen und Ruhe zu finden. 



Ich kannte diesen Platz bisher nicht, kann mich auch nicht 
erinnern, mal davon gehört zu haben.

So nun habe ich euch alle 10 Glücksorte in Wassenberg und Umgebung
vorgestellt. Hoffe sie haben euch gefallen.
Fotos sind von November

Habt einen schönen Tag und ❤ liche Grüße
Angelika